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Triathlon - mein erstes Mal

Um es mit den Worten von Thomas Magnum, also jenes Mannes zu sagen, der in meiner Jugend meine Fernsehabende prägte: „Ich weiss was Sie jetzt denken“

„Wieder so ein Ü-40er der meint es sich und der Welt beweisen zu müssen bevor er auf die 50 zugeht und in die Mid-Life-Crisis rutscht“…. Zumindest hätte ich noch so, vor gar nicht all zu langer Zeit womöglich gedacht. Aber was soll ich sagen, … vor dem ersten Corona Lockdown hätte ich auch niemals daran gedacht, dass ich eines Tages an einem Triathlon teilnehmen werde. 

Um ehrlich zu sein, keine der 3 Disziplinen Swim-Bike-Run ist auch nur ansatzweise eine Sportart die ich in irgendeiner Form ernsthaft betrieben hätte. Geschwommen bin ich maximal bis zur Poolbar und gelaufen,… naja. Meine Radausflüge haben sich auf kurze Strecken um den Spielplatz zusammen mit meinen Kindern beschränkt.

Klar war immer: „Ich bin ein Kitesurfer“ aber sicher kein Ausdauersportler.

Meinem Lieblingshobby folgend, habe ich es mir zusammen mit meiner Familie also am Neusiedlersee, dem Kitesurf-Epizentrum von Österreich, gemütlich gemacht. 

An einem windstillen Sommerwochenende beobachtete ich zusammen mit meinem damals 7-jährigen Sohn, vom Strand  aus, den Massenstart des Podersdorf Triathlons, als mein Sohn mir inbrünstig erklärte: „Das will ich auch machen“.

Wer Kinder hat, und das sind wohl die meisten TRI-Kagraner, kennt sicher diesen Moment. Einerseits freut man sich, dass der Sprössling Interesse an einer Sportart zeigt, andererseits weiss man aus Erfahrung, dass es sich bei derartigen Geistesblitzen oft nur um kurze Strohfeuer handelt. Aber gut, hey,…, geben wir der Sache eine Chance…

Naja, jeder der meine 2 Kinder und mich kennt weiss, es ging sehr schnell. Knapp 2 Jahre und 2 Lockdowns später sitze ich also wieder in Podersdorf, dem Ursprung der Idee, in meinem Beachhouse und schreibe diese Zeilen. Mittlerer Weile bin ich nicht nur Mitglied beim Triathlonclub Kagran, wo nun sogar beide meiner Kinder trainieren, sondern bin auch im Vorstand tätig und zuständig für Website und Social Media.

Aber das ist nicht alles, ich stehe mittlerer Weile auch vor meinem ersten Antritt bei einem Triathlon. Ja ihr lest richtig, vor meinem ersten, das impliziert, weitere werden folgen, …, glaube ich zumindest, mal sehen, lassen wir uns überraschen.

In ziemlich genau 2 Wochen von heute an, starte ich bei meinem ersten Triathlon, dem Mostiman in Wallsee. Das sind 4 Tage nach meiner 2. Corona Impfung. Manche würden es eine „bsoffene Gschicht“ nennen, jedoch ich kann garantieren zum Zeitpunkt der Entschlussfassung war ich zu 100% nüchtern, aber es war mit Sicherheit eine spontane Geschichte die mich dazu bewogen hat. In einer Runde aus wartenden Vätern beim Triathlon in Traun, vor einem Jahr, wurde relativ spontan und eigentlich aus einem Jux heraus die Entscheidung getroffen, heuer einen Triathlon zu absolvieren. Schnell war mit Mark Huber (ebenfalls ein stolzer TRI Kids Vater) ein Leidensgenosse gefunden und so pushten wir uns wohl gegenseitig ein wenig. 

Nun, unterm Strich darf man gespannt sein, wie die Sache ausgehen wird. Mein klares Ziel ist es durchzukommen und vielleicht nicht Letzter zu werden. Echte Cowboys reiten zusammen und so zähle ich auf Mark dass wir auch gemeinsam reiten werden und diese Herausforderung bestehen werden. 

In jeden Fall zähle ich auf die Unterstützung der vielen TRI-Kagraner die in Wallsee anwesend sein werden, sei es als Teilnehmer oder als Zuschauer. 

Bitte feuert uns recht kräftig an, denn das „verleiht Flügel“ … um es mit einem Zitat zu beenden.

-Jörg-

10. Juli 2021